:::: MENU ::::

Ansible AWX auf Ubuntu 16.04 LTS installieren (inkl. Proxy für SSL)

Stand: Dezember 2017

Letzte Woche war ich im Linuxhotel beim Ansible / Ansible AWX Seminar von Jan-Piet Mens, in dieser Woche geht es nun an die Praxis und dazu soll als erstes bei uns ein Ansible AWX Server aufgesetzt werden. AWX ist das Open Source Upstream Projekt für den Ansible Tower welches seit September über das GIT Repo github.com/ansible/awx, RedHat sei dank, verfügbar ist.

Da das AWX Git Projekt recht jung ist unterliegt es naturgemäß starken Veränderungen, diese Anleitung verliert also vermutlich schnell ihre Gültigkeit. Daher würde ich mich sehr über Kommentare freuen.

Voraussetzungen:

  • Frisches Ubuntu 16.04 mit Verbindung zum Internet
  • SSH Terminal

Hinweise:

  • Dieses simple Tutorial beinhaltet keine Sicherheitsmaßen zur Sicherung des Systems(Backup, Firewall, Dienstsicherheit…)
  • Dieses Tutorial ist für Testumgebungen und nicht Production gedacht

Ich spare mit große Erläuterungen, da ich glaube das AWX von erfahrenen Linux Admins mit Ansible Kenntnissen eingesetzt wird. Sollte dennoch Fragen offen sein, gerne mich kontaktieren oder die Kommentarfunktion nutzen.

Ansible AWX wird als OpenShift oder Docker-Container geliefert. Dieses Tutorial beschreibt die Docker Variante

Im ersten Step installieren wir die benötigen Pakete und laden die AWX Pakete herunten (Die AWX Logos könnt Ihr anpassen). Ubuntu 16.04 hat im Repo eine zu alte Ansible Version, daher das zusätzliche Repository.

sudo -i 
apt-add-repository ppa:ansible/ansible
apt-get update
apt-get upgrade
apt-get install ansible docker docker.io git python-pip
pip install docker-py
service docker start
mkdir awx-install
cd awx-install
git clone https://github.com/ansible/awx.git
git clone https://github.com/ansible/awx-logos.git
cd awx/installer/

Im zweiten Step muss das inventory File angepasst werden, hier sind Installationsparameter hinterlegt. Ich habe alle von mir angepassten Parameter markiert, letzlich ist hier aber der persönliche Geschmack und Umstand entscheidend.

localhost ansible_connection=local ansible_python_interpreter="/usr/bin/env python"

[all:vars]

# Remove these lines if you want to run a local image build
# Otherwise the setup playbook will install the official Ansible images. Versions may
# be selected based on: latest, 1, 1.0, 1.0.0, 1.0.0.123
# by default the base will be used to search for ansible/awx_web and ansible/awx_task
dockerhub_base=ansible
dockerhub_version=latest

# This will create or update a default admin (superuser) account in AWX, if not provided
# then these default values are used
default_admin_user=meinadminuser
default_admin_password=meinadminpw

# AWX Secret key
# It's *very* important that this stay the same between upgrades or you will lose the ability to decrypt
# your credentials
awx_secret_key=meinsehrlangerundmitzahlenwie1234versehenersecretkey

# Openshift Install
# Will need to set -e openshift_password=developer -e docker_registry_password=$(oc whoami -t)
# openshift_host=127.0.0.1:8443
# awx_openshift_project=awx
# openshift_user=developer
# awx_node_port=30083

# Standalone Docker Install
# Das Datadir ist angepasst damit auch nach einem leeren von /tmp/ die Datenbank noch existiert
postgres_data_dir=/var/pgdocker

# Der Port ist angepasst damit der (Nginx)SSL Proxy sauber vermittelt
host_port=8052

# Required for Openshift when building the image on your own
# Optional for Openshift if using Dockerhub or another prebuilt registry
# Required for Standalone Docker Install if building the image on your own
# Optional for Standalone Docker Install if using Dockerhub or another prebuilt registry
# Define if you want the image pushed to a registry. The container definition will also use these images
# docker_registry=172.30.1.1:5000
# docker_registry_repository=awx
# docker_registry_username=developer

# Docker_image will not attempt to push to remote if the image already exists locally
# Set this to true to delete images from docker on the build host so that they are pushed to the remote repository
# docker_remove_local_images=False

# Set pg_hostname if you have an external postgres server, otherwise
# a new postgres service will be created
# pg_hostname=postgresql
pg_username=awx
pg_password=awxsecretpass
pg_database=awx
pg_port=5432

# Use a local distribution build container image for building the AWX package
# This is helpful if you don't want to bother installing the build-time dependencies as
# it is taken care of already.
# NOTE: IMPORTANT: If you are running a mininshift install, using this container might not work
# if you are using certain drivers like KVM where the source tree can't be mapped
# into the build container.
# Thus this setting must be set to False which will trigger a local build. To view the
# typical dependencies that you might need to install see:
# installer/image_build/files/Dockerfile.sdist
# use_container_for_build=true

# Build AWX with official logos
# Requires cloning awx-logos repo into the project root.
# Review the trademark guidelines at https://github.com/ansible/awx-logos/blob/master/TRADEMARKS.md
# awx_official=false

# Proxy
#http_proxy=http://proxy:3128
#https_proxy=http://proxy:3128
#no_proxy=mycorp.org

# Container networking configuration
# Set the awx_task and awx_web containers' search domain(s)
#awx_container_search_domains=example.com,ansible.com

Im dritten Step führen wir die Installation aus

ansible-playbook -i inventory install.yml

Done. Du kannst dich nun schon über die Weboberfläche: http://ipdeshosts:8052 anmelden

Um nun die Seite noch mit SSL zu schützen, installieren wir einfach einen nginx mit:

apt-get install nginx

Und passen danach die default-config an, wichtig hierbei ist inbesondere der Websocketeintrag, damit auch Sockets weiter funktionieren.
Die Config hier ist nur ein Beispiel und muss an eure Umgebung angepasst werden

server {
 listen 80;
 server_name awx.mydomain.de;
 return 301 https://$server_name$request_uri;
}


server {

listen 443;
 server_name awx.mydomain.de;

 ssl_certificate /etc/ssl/mycert.crt;
 ssl_certificate_key /etc/ssl/private/mykey.key;

ssl on;
 ssl_session_cache builtin:1000 shared:SSL:10m;
 ssl_protocols TLSv1.1 TLSv1.2;
 ssl_ciphers HIGH:!aNULL:!eNULL:!EXPORT:!CAMELLIA:!DES:!MD5:!PSK:!RC4;
 ssl_prefer_server_ciphers on;

access_log /var/log/nginx/awx.access.log;

location / {

proxy_set_header Host $host;
 proxy_set_header X-Real-IP $remote_addr;
 proxy_set_header X-Forwarded-For $proxy_add_x_forwarded_for;
 proxy_set_header X-Forwarded-Proto $scheme;

# Fix the “It appears that your reverse proxy set up is broken" error.
 proxy_pass http://127.0.0.1:8052;
 proxy_read_timeout 90;

proxy_redirect http://127.0.0.1:8052 https://awx.mydomain.de;
 }

location /websocket/ {

proxy_pass http://127.0.0.1:8052;
 proxy_http_version 1.1;
 proxy_set_header Upgrade $http_upgrade;
 proxy_set_header Connection "upgrade";
 proxy_read_timeout 86400;

}
 }

Am Ende dann einen Service Restart für Nginx durchführen und schon ist euer AWX auch über SSL erreichbar


Reisebericht: Auf Kanutour in Schweden

Anfang September war ich zusammen mit meinem Mitbewohner Janek auf Kanutour in Nordmarken, hier nun der Reisebericht über einen abenteuerlichen Urlaub durch die Seen/Fjordlandschaft von Schweden.

Tourtag Nr.: 1, Samstag, Anreise:

Nachdem wir einen Zwischenstop in Hamburg und am Timmendorfer Strand gemacht haben sind wir Nachts in den Scandtrack-Express Reisebus eingestiegen, der uns in Puttgarden auf Fehmarn aufgegabelt hat. Wir sind als letztes eingestiegen und hatten entsprechend wenig Auswahl. Ergebnis: Ganz nach hinten durch zu einem Haufen gut angetrunkener Russen. Wir wurden herzlich empfangen und es wurde eine herrliche Nacht (zumindest für die Jungs und uns, der Rest vom Bus wollte schlafen).  So war es auch nicht weiter schlimm, dass wir eine Fähre verpasst haben – wir hatten Eugen bei einer Pinkelpause „vergessen“. Die Ankunft im Basiscamp verlief super – schon fast wie bei einem Cluburlaub – mit Begrüßungssnack & Getränken. Alle waren sehr entspannt, der Ablauf (Kanu packen usw.) sehr gut organisiert und die Freude beim Anblick der Versorgungstonne riesig.

Tourtag Nr.: 2, Sonntag, Badetag:

Wetter: Traumhaft, viel Sonne.
Essen: Nudeln mit Thunfisch-Tomaten-Soße & Gemüse
Am Abend zuvor wurden wir herzlich von Anna, Jasmin, William & Matthis an der DANO-Rasthütte 32 aufgenommen. Diese hatten ihre Schweden Kanutour selbst organisieret und waren sehr beeindruckt als wir vom Preis/Leistungsverhältnis bei unserem Reiseanbieter erzählt haben. Wir hatten einen humorvollen und äusserst gemütlichen Lagerfeuerabend verbracht und wurden morgens mit Porridge begrüßt. Die Blaubeeren im Porridge waren selbst geflückt gewesen, ein weiterer Punkt der den Urlaub so abenteuerlich macht – vieles kann man hier im Norden selber sammeln und direkt essen: Blaubeeren, Preisselbeeren, Pilze usw.
In Schweden gilt das sogenannte Jedermannsrecht, das heißt grob dass man eine Nacht an einem Ort, wie den DANO Hütten, wildcampen darf. Wenn man eine Schutzhütte ergattern konnte sollte man diese mit anderen teilen. Unsere „Gastgeber“ haben uns nach dem Frühstück verlassen und wir haben den Tag mit Feuerholz hacken, Sammeln und Baden verbracht. Abends haben sich dann zwei Burschen zu uns ans Feuer gesellt und wir haben gemeinsam den ein oder anderen Becher Weißwein vernichtet.

Tourtag Nr.: 3, Montag, Strecke machen:

Wetter: Leichter Regen, dauerhaft bewölkt und zeitweise sehr windig
Essen: Kalte Küche (Morgens und Abends Brot)
Ein weniger ereignisreicher, dafür aber umso anstregender Tag. Morgens gegen 10 Uhr ging es in Kanu und Abends gegen 17:30 hatten wir endlich einen Rastplatz gefunden an dem wir willkommen waren. Wir mussten zweimal das Kanu umtragen, was bedeutet dass man das Kanu aus dem Wasser hiefen und auf einen Karren schnallen muss. Mit diesem Karren geht es dann über Land bis man zu einer definierten Stelle kommt wo man das Boot wieder zu Wasser lassen kann. Beim ersten Umtragen habe ich meinen Poncho vergessen und musste 4km zusätzlich zu Fuss laufen – ärgerlich aber eigentlich doch ganz schön, so kommen die Beine mal in Bewegung.
Der zweite Umstieg war eine Qual und zeitgleich die einzige Beschwerde die ich an den Reiseanbieter habe. Der Weg muss dringend ausgebessert werden – wir haben das Kanu getragen weil nach unserer Meinung der Kanuwagen sonst Schäden hätte erleiden können. Auf den Fotos seht ihr sicherlich was ich meine.
Nachdem wir an zwei Rastpunkten abgewiesen wurden („notfalls könnt ihr auch hier schlafen“), wurden wir doch noch am letzten Rastpunkten vor einer langen Durststrecke von Ina und Melf an Rasthütte aufgenommen. Vielen Dank an dieser Stelle 🙂

Tourtag Nr.: 4, Dienstag, die Natur genießen:

Wetter: Trocken, frisch und durchgehend bewölkt
Essen: Morgens Porridge, ansonsten Kalte Küche
Ein toller Streckenabschnitt: Große Seen, hohe Klippen, bewaldete Berge und viel 70er Jahre Vietnam Feeling dank passender Musik und viel Schilf durch das gefahren werden musste. Leider haben wir hier zu wenige Fotos gemacht, aber die Anstrengung des Vortages hat sich auf jeden Fall gelohnt. Wir haben an diesem Tag viel Zeit ausserhalb des Wasser gebracht und dennoch über 15km im Kanu geschafft. Das Umtragen war diesmal ein Kinderspiel und die Laufstrecke lief entlang es Flusses, vorbei an Feldern und einzelnen Schwedenhäusern. Janek war richtig fertig von der Strecke – eventuell lag es an zu wenig Kaffee?

Tourtag Nr.: 5, Mittwoch, Ruhetag:

Wetter: Regen
Essen: Endlich warmes Essen – Terrance Hill Pfanne aus dem Kochbuch von Scandtrack
Unterwegs trifft man viele gleichgesinnte, deshalb wussten wir bereits dass es am Mittwoch nur regnen würde. Aus diesem Grund haben wir den ganzen Tag und die Nacht auf Rastplatz verbracht. Ich habe einige Steinhaufen gebaut, Teile dieses Berichts geschrieben und die Zeit mit lesen verbraucht. Da wir nicht alleine auf der kleinen Insel waren, gab es zudem regen Austausch über die bereits gemachten Erfahrungen.

Tourtag Nr.: 6+7, Donnerstag, Freitag, auf nach Norwegen:

Wetter: Besser als erwartet, Donnerstag sogar zeitweise Sonne.
Essen: Am Freitag war All-You-Can-Eat angesagt: Es gab Suppen, Stockbrot, Braten, Bohnen usw.
Was macht man wenn man nahezu Ziellos ist? Wie wäre es damit nach Norwegen zu paddeln? Dalsland/Nordmarken liegt in der Grenzregion und so war es für uns kein Problem über den/die(?) Stora Le bis nach Norwegen zu kommen und dort eine Nacht zu verbringen. Der Bereich Stora Le hat uns landschaftlich übrigens am besten gefallen, aber vielleicht lag’s auch nur am Wetter :D. Freitags waren wir noch auf einem alten Autofriedhof mit über 100 Fahrzeugen aus den (von uns geschätzten) 50er & 60er Jahren. Wer möchte die Koordinate möchte kann mir gerne mailen.

Tourtag Nr.: 8, Samstag, Abreise:

Am letzten Tag lief alles sehr routiniert ab, anders hatten wir es aber auch nicht erwartet. Wir haben unsere Sachen gereinigt, endlich wieder richtig geduscht(Anmerkung: Waschen im See ist sehr erfrischend und man fühlt sich so sauber wie nie zuvor, aber die Kälte ist am Saisonende schon hart..) und Abends vor der Busreise gab es traditionell, wie hätte man es anders erwartet: Köttbular. Über die vielen Tage hat man viele Menschen kennenlernt und wir haben auch endlich die Russen wieder getroffen. Alles in allem ein sehr gelungener Abschied von Schweden.

Für’s nächste Mal:

  • Arbeitshandschuhe einpacken
  • Sich genauer über Pilze informieren, es gab so viele, nur ohne Ahnung…

Tolle Orte:

  • Rastplatz 41: Man kann gegenüber von den Klippen springen. Auf der Seite gibt es auch sehr viele Beeren und Pilze
  • Rastplatz 71: Eine sehr flache Insel, viel Platz, es gibt eine Lehmquelle, sodass man selber einen Pizzaofen bauen kann.
  • Rastplatz 72: Insel mit vielen Hügeln, Bäumen etc. Wenig Platz für Zelt und Co, dafür viel Platz für Romantik, tolle Sonnenuntergänge usw.
  • Der Autofriedhof
  • Der Fjord nach Norwegen

Unser Fazit:

  • Im Sommer macht es eventuell mehr Spaß, wir hatten viel Regen
  • Früh eine Rastplatz suchen, wenn man ein festes Dach bevorzugt
  • Das Umtragen ist mühselig, aber wenn einer der Teilnehmer kräftig ist, kann er das Kanu hochheben und ein anderer den Bock unterschieben und so ist es dann doch recht einfach.
  • Wer gerne Urlaub in der Natur verbringt, sich nicht stressen lassen möchte, aber gerne die Vorzüge eines Komplettpakets nutzen möchte ist bei Scandtrack genau richtig
  • Dank dem Jedermannsrecht darf fast überall gecampt werden, es können wilde Beeren und Pflanzen gegessen werden und wer Angeln kann hat am Abend sogar einen frischen Fisch auf dem Feuer.
  • Das Preis-Leistungsverhältnis war bei unserem Anbieter eine 1 mit Sternchen. Für 11 Tage Reise, inkl. Timmendorfer Strand und Hamburger Fischmarkt, Sprit, Busfahrt, Ausrüstung etc haben wir beide zusammen gerade mal 900 Euro ausgeben.
  • Vielen Dank an die netten Betreuer vor Ort!

Vom Kanu habe ich erstmal genug, nach Schweden möchte ich aber wieder. Nun geht es erstmal weiter nach Irland.

 




Sei Du selbst die Veränderung, die Du Dir wünschst für diese Welt.

Schüttorf – da wohne ich nun schon drei Monate. Die Einrichtung der Villa ist geschafft, die letzten Umzugskartons geleert und nun habe ich wieder Zeit für mich. Super! 🙂
Nachdem unser Villa-Fest (unsere Einzugsfete) überall gut ankam, beginnen nun die Planungen für weitere Veranstaltungen. Die Nachbarn dürfen gespannt sein – wir haben einiges vor, schließlich soll die Welt ein wenig besser sein wenn wir sie einmal verlassen.

Nach dem G20 habe ich den Eindruck gewonnen, dass ich mich dazu irgendwie in die Politik integrieren muss. Bisher habe ich es bevorzugt mich einfach nur zu informieren,auf Demos zu gehen, Briefe zu schreiben und mit Leuten über das Zeitgeschehen zu diskutieren. Nun habe ich das Gefühl dass das nicht mehr reicht – ich muss meine Vorstellungen auch unter die bürgerliche Masse bringen. Aus diesem Grund schaue ich mir nun in Schüttorf die örtlichen politischen Vereine, Parteien, Stammtische an. Bei der SPD/Jusos war ich schon, die Grünen & Linke folgen noch – vielleicht ist ja was für mich dabei. Nächste Woche geht’s zudem zu einer öffentlichen Sitzung des Wirtschaftsausschusses – mal gucken wie in meiner neuen Heimat die Uhren ticken.


Punk-Fest in Villa sorgt für Aufmerksamkeit

Vor einigen Wochen haben wir den Einzug in die Villa Remy gefeiert! Kam auch bei der Lokalpresse gut an 🙂

Orginal-Text übernommen von Albrecht Dennemann, veröffentlicht auf blixxm.de:

Private Partys finden selten Beachtung und nur sehr selten medial – es sei denn, es läuft etwas aus dem Ruder. Aus dem Ruder lief am Sonnabend bei einer privaten Punk-Hardcore-Metal-Konzert-Party in Schüttorf nichts und dennoch sorgte das Fest für Aufsehen.

Schüttorf. Vier Bands und anschließende „80´s and 90´s Aftershow-Dance-Party“ war am Sonnabend an und in der Villa Remy in Schüttorf angesagt. „Punks sind schon etwas konservativ“, könnte man meinen, wenn selbst die Landjugend seit Jahren nur noch DJs bei ihren Veranstaltungen hat. Doch so war es: Die Bands „StackHumans“ (Hardcore Punk aus Itzehoe), „Hirnkollaps“ (Hordcore Punk aus NRW), Elurra (Red And Anarchist Black Metal aus Mülheim)  und „Flächenbrand im Arbeitsamt“  sind den Initiatoren persönlich bekannt und haben alle gegen Spritgeld gespielt – Low-Budget, das ist Punk.  Als private „Einweihungsparty von den neuen Villa-Bewohner organisiert, achteten sie dennoch darauf, das die Kosten nicht aus dem Ruder laufen und nahmen für das Speisen- und Getränkeangebot Spenden. Scheint funktioniert zu haben. „Den Gewinn spenden wir für einen guten Zweck an unsere Freunde der „Antirassistischen Initiative“ in Nordhorn“, so eine der Organisatorinnen gegenüber Blixxm.

Schon am Nachmittag wunderten sich einige Schüttorfer über die vielen Punks in der Stadt. Am Abend wurde es dann deutlicher wo es abgeht: Autos flankierten die Bentheimer Straße und anliegende Nebenstraßen. Aus Berlin, Hamburg, dem Ruhrgebiet und anderen Teilen der Republik waren die rund 200 Gäste angereist und der Garten wurde zum Zeltplatz. Dann war es auch nicht mehr zu überhören, als die erste Band auf dem Rasen vor der Villa loslegte. In der Schüttorfer Facebook-Gruppe wurde es alsbald thematisiert. Mehrheitlich wünschten die Facebooker der Partygesellschaft viel Spaß und fanden die Musik auch „interessant“. Das Musikgenre bewegte sich zwischen Hardcore-Punk und Black Metal.

Foto: © Jens Kühlmann

Punk ist selten komplett unpolitisch und mit Hinblick auf die G20-Demos in Hamburg wird dies deutlich. So war es denn auch in Schüttorf. „Flora lebt“ prangte aus Solidarität mit dem Hamburger Szene-Treff „Rote Flora“ ein Banner an der Villa. „Wir finden es ungerechtfertigt, dass die schlimmen Krawalle in Hamburg  – zumindest von einigen Politikern und Medien – alleine und pauschal der „Linken Szene“ zugeordnet werden und das alternative Zentren wie die „Flora“ nun als Sündenbock und „Keimzelle des Bösen“ herhalten sollen. Einige Politiker fordern die Räumung der Flora, wie zeigen uns solidarisch dagegen“, geben die Organisatoren des Villa-Festes als Begründung gegenüber Blixxm an.
Auf den Geschmack scheinen die Villa-Bewohner gekommen zu sein und überlegen, ob sie das wiederholen. Damit wird in der Villa Remy eine von den Vormietern begründete Tradition fortgesetzt – wenn auch mit anderen musikalischen Mitteln. Angesicht prall gefüllter Veranstaltungskalender beschweren sich immer wieder Menschen, dass hier in der Region „nichts los“ sei. Gut, vielleicht nicht immer das was einem gefällt. Es selbst in die Hand zu nehmen und etwas zu organisieren, darauf kommen dann leider immer nur wenige. Auch wenn einem die Musik nicht zusagen sollte, bleibt doch das Engagement zu würdigen. Solche privaten Aktionen sind es, die das Leben auch in der Provinz lebenswert machen. Möglicherweise sind diese Events auch nur in der Provinz möglich. Auch dies ist ein kultureller Beitrag und muss nicht zwingend gewinnorientiert von gastronomischen Betrieben angeboten werden. Klasse!!



Marten hat eine Mission! SmellsLikeVanSpirit

Support Your Local Heros! 🙂 Marten kommt aus der Grafschaft und hat ein tolles Projekt ins Leben gerufen –

Nun braucht er Spritgeld. Wie Ihr ihn unterstützen könnt erfahrt Ihr auf https://de.ulule.com/smellslikevanspirit/



Zartbitter aus der Region – Süßes von schokolaa.de im Test

Schokolade macht glücklich. Davon durfte ich mich gestern erneut überzeugen und habe 3 Sorten Zartbitterschokolade von schokolaa.de ausprobiert.

Andre Kleimann stellt in Haren feinste Tafeln himmlischer Bio-Schokolade her. Dabei verzichtet er auf Palmöl und die Verpackung ist sogar kompostierbar – ganz nach meinem Geschmack! Ein weiteres Highlight ist die Gestaltung der Tafeln –  Abbildungen von Sehenswürdigkeiten aus dem Emsland und der Grafschaft Bentheim. Einfach „ehrlich von hier“.

Im Produkttest war die Nummer 2 mein Favorit – wie sich die Zutaten zusammensetzen ist wohl Betriebsgeheimnis.

Danke für die Probe und weiter viel Erfolg!!


Seiten:1234567...18